Als Vishnu eine Lotusblüte gebar
02.03.2012
Asanas und ihre mythische Bedeutung
Am Anfang seines Yogawegs – und manchmal auch viel später – freut man sich, wenn man sich die Sanskrit-Namen der Asanas merken kann, die der Lehrer einen Atemzüge lang einnehmen lässt. Heldenhaft versuchen wir, uns in Virabhadrasana stark und mutig zu fühlen, in Vrikshasana Wurzeln zu schlagen und in Balasana wie ein kleines Kind zu ruhen. Doch die Wirkung der Asana könnte intensiver erfahren werden, würde man deren Bedeutung besser kennen.
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Dämonen haben wir alle. Dämonen sind das, was wir fürchten. Ob Süchte oder Selbsthass, ob Wut oder Neurose – immer steckt etwas dahinter, das uns unendlich Angst macht. Das, was wir am liebsten nicht sehen, nicht berühren und in dessen Haut wir uns ganz sicher nicht versetzen wollen. Doch genau das schlägt uns Lama Tsültrim Allione vor: unsere Dämonen, unsere Feinde nicht zu verteufeln, sondern ihnen Liebe zu geben und sie zu füttern.
Zugegeben, es ist nicht ganz einfach an dieses Buch zu kommen. Die deutsche Auflage von 2005 ist längst vergriffen. Für gebrauchte Exemplare muss man inzwischen weit mehr als 100 Euro hinblättern, englische Ausgaben sind deutlich günstiger. Tirumalai Krishnamacharya (1888-1989) war ein bescheidener, wissensdurstiger und zutiefst spiritueller Mensch. Nach intensiven Studien an diversen Universitäten lebte er am Fuß des Berges Kailash bei einem Heiligen, der ihn sieben Jahre lang in die Geheimnisse des Yoga einweihte. Am Ende der Lehrzeit bekam Krishnamacharya einen Auftrag: „Nimm dir eine Frau, ziehe Kinder groß und lehre Yoga“. Und das tat er.
Die Bhagavad Gita, der Gesang Gottes, wird von vielen als der wichtigeste Quelltext zum Yoga angesehen. Allerdings handelt es sich bei diesem Werk um ursprünglich um ein umfangreiches Gedicht. Das schreckt manche erstmal ab.Der Amerikaner Jack Hawley liefert uns zum leichten Verdauen dieser schweren Kost eine Prosa-Übersetzung.
„Ängste sind nichts als Erzeugnisse unseres Geistes“
Als Yogi wird man oft gefragt: Welchen Stil praktizierst du? Die Antwort gilt dann als eine Art yogische Visitenkarte. Mark Whitwells „Yoga of the Heart“ lässt sich nicht in Kategorien einordnen. Bei ihm geht es – im Gegensatz zu vielen traditionellen Yogarichtungen – nicht um Erleuchtung. Bei Whitwell steht nicht die Suche im Mittelpunkt. Stattdessen geht er davon aus, dass alles was wir brauchen bereits vorhanden sei. Deshalb ist „Herz-Yoga“ auch kein Yogabuch im herkömmlichen Sinne, es bietet vielmehr eine neue Sicht auf die Welt.
Eines kann man von diesem Kochbuch nicht erwarten: Ellenlange, komplizierte Rezepte kombiniert mit Hochglanzbildern, die Ehrfurcht vorm Nachkochen einflößen. „Cucina vegana – Vegan genießen auf italienische Art“, das zurecht vom Vegetarierbund Deutschland e.V. zum „Kochbuch des Jahres 2010” gewählt wurde, verfolgt einen anderen Ansatz. Schlägt man dieses Buch auf, entfaltet sich sofort ein Gefühl von Heimat. Schnell tauchen Kindheitserinnerungen auf, wie neugierige Blicke in die Kochtöpfe der Mutter oder Großmutter. Dabei findet sich in den von Heike Kügler-Anger beschriebenen Gerichten garantiert nichts Tierisches


